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February Journal

The city wakes from its hibernation.

It is the 16th of February, the sun creeps out and warms our faces. A friend comes to visit from a different city and I show her around Münster.  The sun is shining, it has put on its best face. We walk over the market and eat waffles and she is surprised by how many people are out and about.  So am I.  We sit at the lake and watch the wind move the bare trees on the other bank.

Die Stadt erwacht vom Winterschlaf.

Es ist der 16. Februar 2019, und die Sonne kriecht zum ersten Mal im Jahr hinter den Wolken hervor. Eine Freundin aus dem Ruhrgebiet kommt zu Besuch und ich zeige ihr Münster. Die Sonne scheint, die Stadt zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Wir spazieren über den Wochenmarkt und essen Waffeln im Sonnenschein. Wir sind überrascht, wie viele Menschen draußen sind. Später sitzen wir am See in der Wärme und beobachten die kahlen Bäume am anderen Ufer wie sie in einer kleinen Briese schwanken.

I haven’t felt this awake in a long time.  I haven’t written or posted anything on this blog for a few weeks now.  After my exam period I didn’t feel capable of looking at a screen anymore.

Ich habe mich lange nicht mehr so wach gefühlt. Ich habe auch lange nichts mehr auf diesen Blog hochgeladen. In der Zeit nach meinen Prüfungen konnte ich nicht mehr ertragen auf einen Bildschirm zu schauen.

On Sunday I meet up with a friend for breakfast and we sit in her bright kitchen and eat croissants with jam.  We then cycle to the botanical gardens and sit there, next to pensioners enjoying the sunshine.  We get a beer at the kiosk and draw the greenhouses. On my way home, I see that the queue in front of the ice-cream parlor reaches far into the street. It feels like summer, the huge winter coat I bought at the second-hand shop last weekend, when it was still hailing, seems unnecessary now. I wear a thin jacket for the first time in months and don’t need gloves to cycle anymore.

Am Samstag treffe ich mich mit einer anderen Freundin zum Frühstück und wir sitzen in ihrer hellen Küche und essen krümelige Croissants mit Marmelade. Danach fahren wir mit dem Rad in den botanischen Garten, und setzen uns dort neben den Rentnern in die Sonne.

Wir kaufen Bier am Kiosk und zeichnen die Glashäuser. Auf dem Weg nach Hause sehe ich, dass die Schlange in der Eisdiele bis auf die Straße reicht. Es fühlt sich an wie Sommer, die riesige Winterjacke, die ich in der vorherigen Woche in einem Secondhandladen gekauft hatte, als es draußen noch hagelte, erscheint jetzt überflüssig. Ich brauche beim Fahrradfahren keine Handschuhe mehr.

I feel like the seasons have got mixed up, the evening feels like summer but with empty trees and cold light. I have an itch in my fingers to draw and to write but don’t want to be indoors. I feel the need to collect memories and put them down on paper (or post them online). This warm February scares me a little, I wonder whether it will get cold again, or if it will just continue getting warmer until I am unable to leave the house. The weather changes so quickly the trees can’t catch up. The plants are flowering to early, only to die in the next unexpected cold spell.

Es fühlt sich an, als wären die Jahreszeiten durcheinander gekommen. Es ist wie ein Sommerabend aber erstrahlt von kühlem, winterlichem Licht. Ich habe das Bedürfnis zu schreiben und zu zeichnen aber ich möchte nicht drinnen sein. Ich möchte Erinnerungen sammeln und sie aufs Papier bringen. Dieser warme Februar gruselt mich ein wenig. Ich frage mich, ob es wieder kälter wird oder immer nur noch wärmer, bis ich das Haus wegen Hitze nicht mehr verlassen kann. Das Wetter hat sich so schnell verändert, dass die Bäume nicht mithalten können. Die Pflanzen blühen zu früh, nur um dann in den nächsten kalten Nächten zu sterben.

I build a nest of pillows and blankets outside my window and write down my thoughts as quickly as I can. It is my semester break now. Although the last semester wasn’t as stressful as the ones before, I feel the need to just do nothing. Switch off all my gadgets and lie in bed. Read a book. Go to the gym. Go for a walk. Have coffee with friends.

The colours I use in my sketchbook get more and more colourful. I use children’s wax crayons and don’t bother to sharpen them. But now I don’t really care if a line goes where I want it to, or if it slips to the side, perhaps it looks better that way anyway.

Ich baue mir ein Nest aus Kissen und Decken auf meiner Terrasse vor meinem Fenster und schreibe Tagebuch. Ich habe jetzt Semesterferien. Obwohl das letzte Semester nicht so stressig war wie die vorherigen, habe ich gerade das Bedürfnis, nicht zu tun. Alle Geräte auszuschalten und im Bett zu liegen. Endlich wieder Bücher lesen. Sport machen. Mit Freunden spazieren gehen.

Die Farben in meinem Skizzenbuch werden immer bunter. Ich verwende Wachsmalstifte, die eigentlich für Kinder gedacht sind und spitze sie nicht an. Gerade ist es mir auch egal, ob die Linie auch dahin geht, wo ich sie haben wollte. Vielleicht sieht sie auch daneben besser aus.

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