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Creative Anxiety

The last few months have been a struggle.  I have been fighting self-doubt, the killer of creativity.

Die letzten Monate waren unnötig anstrengend. Ich bin in ein Loch gefallen und musste gegen meine eigenen Selbstzweifel, Zukunftsangst und kreative Unsicherheit kämpfen, um wieder heraus zu kommen.

At the end of the last winter semester, I was feeling unsatisfied with my work. I felt I had learned a great deal about illustration, but I didn’t feel it had a point. I felt like everything I created was boring, pointless, perhaps a waste of time, space and energy. All of this caused me to worry about my future.

Gegen Ende des letzten Winter Semesters war ich mit meiner Arbeit sehr unzufrieden. Ich wusste, dass ich viel über Illustration gelernt hatte, aber hatte irgendwie das Gefühl, als sei es alles, was ich produziert hatte, sinnlos gewesen. Ich schaute auf meine eigenen Arbeiten und fand sie banal, sinnlos, eine Zeit- und Energieverschwendung.  

Therefore, at the beginning of this semester in March, I decided to choose only projects which (at the time) I considered to be worthwhile. Little did I know, that, by choosing things I consider to be important, I would be putting myself under even more pressure.

Deshalb habe ich dann am Anfang dieses Semesters entschieden, nur Projekte zu machen, die „sinnvoll“ sind. Mir war zu diesem Zeitpunkt aber natürlich nicht klar, dass die Entscheidung, nur wichtige Projekte zu machen, dazu führen würde, dass ich mich noch mehr unter Druck gesetzt habe.

On my quest to find a cure for my crippling self-doubt and constant panic, I spoke to other people from the world of art and design. I came to realise that I am not alone. Even the most successful of us struggle with this problem.  The illustrator Christoph Niemann even wrote a book about it.

Beim Versuch, eine Lösung zu meiner Unsicherheit und Panik zu finden, habe ich mit ein paar Bekannten und Freunden gesprochen, die auch aus der Design- und Kunstwelt kommen. Mir wurde bei unseren Gesprächen schnell klar, dass ich nicht die einzige bin, der es so ergeht. Der Illustrator Christoph Niemann hat sogar ein Buch über dieses Thema geschrieben.

The work we do is by its nature very personal and defined by our personal taste. The approval of others is the key to being able to succeed and live off our creative work. I think it is important to remember that we define the work we put out into the world, it does not define us.

Die Arbeit, die wir leisten, ist unvermeidlich sehr persönlich und von unserem eigenen Geschmack geprägt. Positive Rückmeldungen von anderen sind wichtig. Wir brauchen die Anerkennung anderer, um von der Arbeit als kreativ schaffende Person leben zu können.

When you look at what others are doing, it always seems that people are constantly productive. Sketchbooks are being filled, collaborations are being made, new things tried out, books are written, all, while having a thriving creative career. If you listen to podcasts such as “Creative Pep Talk”, you get the impression that there are 10,000 things you should be doing. I wonder whether this is genuinely because these people feel the need to create, or because they are spurred on by the panic that, if they stop, they will be forgotten.

Wenn man sich anschaut, was andere Illustratoren so machen, scheint es immer so, als wären alle ununterbrochen produktiv. Skizzenbücher werden gefüllt, Kollaborationen hergestellt, neue Techniken ausprobiert, Bücher werden geschrieben und all das, während die Personen außerdem ein glückliches und erfülltes Leben führen. Wenn man sich Podcasts wie „Three Point Perspective“ oder „Creative Pep Talk“ anhört, klingt es so, als müsste man tausend Dinge gleichzeitig tun. Ich frag mich, ob dies am kreativen Geist liegt oder vielleicht doch die Angst davor, dass man in Vergessenheit geraten könnte, wenn nicht durchgehen produziert wird. Wenn man genug herstellt hat, kann das Scheitern einen selbst nicht einfangen.

Self-doubt is part of the creative process. But it is terrifying, and it can stop us in our tracks where we would otherwise be happily continuing on our way. Other people cannot see the self-doubt you experience while making something.

Zweifel an der eigenen Arbeit ist Teil des kreativen Prozesses. Aber es ist furchterregend und kann dazu führen, dass wir stecken bleiben und einfach nicht mehr weiterkommen.

Looking back, I realised that while I was panicking about my future, I couldn’t understand how those around me see me and my work.

Wenn ich zurückblicke, wird deutlich, dass meine ängstliche und negative Einstellung mich zurückgehalten hat. Ich habe auch nicht mehr wahrgenommen, wie andere meine Arbeit einschätzen oder wo ich wirklich stehe.

I was blind to my achievements and that failures lead to new and creative ideas. And, most of all, that I am the one who defines what failure is. If I see something as a failure, it is a failure: If I see something as part of a learning curve, it is part of a learning curve.

Ich habe, was ich erreicht habe, nicht sehen und schätzen können und ignoriert, dass das Scheitern und das erneut Versuchen genau das sind, was uns kreativ macht, und dass deshalb die Angst vorm Scheitern sinnlos ist. Außerdem ist etwas nur dann „gescheitert“, wenn man es selber so definiert.

So, if you enjoy this blog and you think it is of value or have struggled with similar thoughts yourself, I encourage you to write a comment below and let me and the other readers know.

Also, wenn dir dieser Blog gefällt, du es wertvoll findest oder du die oben benannten Probleme auch kennst, möchte ich dich dazu ermutigen unten einen Kommentar für die anderen Leser zu schreiben, damit wir gemeinsam unser Leid (und mögliche Wege damit umzugehen) teilen können.

Best wishes / bis bald,

Aelfleda

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