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Sketchbook Reality

I got this sketchbook as a gift from two friends for my 23rd birthday. The format is slightly larger than the sketchbooks from my mini sketchbook series, and the paper is much thicker.

Most of the drawings were made during my winter semester break, when I spent a great deal of time in trains, travelling through Germany.

Ich habe dieses Skizzenbuch von Freunden zu meinem 23. Geburtstag geschenkt bekommen. Das Format ist etwas größer als die Skizzenbücher in meiner Mini-Skizzenbuchserie, und das Papier ist deutlich schwerer.

Ich habe dieses Skizzenbuch hauptsächlich während den Semesterferien verwendet, als  ich beim Reisen durch Deutschland viel Zeit in Zügen verbracht habe.

In February I visited Tobi at his home town on the German-Austrian border and we travelled to Munich to visit the “Pinakothek der Moderne”.

Im Februar habe ich Tobi in seiner Heimat in der Nähe von Salzburg besucht und wir sind auch gemeinsam nach München gereist, um einen ganzen Tag in der Pinakothek der Moderne zu verbringen.

On one day we visited Salzburg zoo. I wanted to draw the animals but had accidently packed the “wrong” pens, the ones that I don’t usually use. I was out of my comfort zone. Drawing using materials that I am not used to is very challenging and being a bit out of practice I was very dissatisfied with the results.

I later used these drawings to experiment with water colour and other drawing techniques that I don’t usually use in the sketchbook but that way, I was able to gain more experience. I also realised that I want to practise drawing more animals.

Wir sind auch in den Zoo nach Salzburg gefahren. Ich wollte Tiere zeichnen war aber schlecht vorbereitet und hatte nur Stifte dabei, die ich sonst nie verwende. Es war eine Herausforderung mit ihnen zu arbeiten, und da ich auch außer Übung war, war ich mit den Ergebnissen sehr unzufrieden.

Ich habe diese Skizzen dann aber später verwendet, um ein bisschen mit Aquarellfarbe zu experimentieren und mit anderen Zeichentechniken, die ich sonst im Skizzenbuch nicht verwende. Die „schlechten“ Zeichnungen gaben mir die Freiheit, etwas mehr zu experimentieren, als ich es sonst tue. Mir wurde auch klar, dass ich häufiger Tiere zeichnen sollte.

A sketchbook isn’t really the place for finished work. It is a place for practice and for collecting memories. Mistakes are allowed, because, by making mistakes, you learn how to get better (or better ways to hide them). I think that many people who always want to study design or work in a similar area put themselves under a lot of pressure to produce perfect work, especially, as this is all they see when they look through their Instagram feed.

Es ist immer wichtig daran zu denken, dass ein Skizzenbuch kein Ort für fertige Arbeit ist. Es ist ein Ort zum Üben und um Gedanken und Erinnerungen zu sammeln. Fehler sind erlaubt und wichtig, weil man sich verbessert, oder zu mindestens lernt, wie man seine Fehler und Schwächen besser versteckt. Ich merke immer wieder, dass sich andere unter Druck setzen, die „perfekte“ Zeichnung im Skizzenbuch zu produzieren, insbesondere, weil wir immer nur „perfekte” Skizzenbücher in unserem Instagram Feed zu sehen bekommen.

When I started university, I forced myself to sit down and draw every day. I was almost always unhappy with the work I produced. Now I draw so much that I have boxes and boxes of drawings and sketchbooks piling up in my cellar.

Am Anfang des Studiums habe ich mich dazu gezwungen, mich jeden Tag hinzusetzten und zu zeichnen. Ich war aber fast immer mit den Zeichnungen, die ich produzierte, sehr unglücklich. Jetzt zeichne ich so viel, dass sich volle Skizzenbücher und Zeichenblöcke in meinem Keller stapeln.

It is always important to remember that every piece of artwork you see has had so many unperfect ones before it, that lead to the artist to gain the skills needed to produce that work. It is the result of thousands of hours of practice and a lot of frustration.

The image in the feed doesn’t show the thousands of hours that the artist has practised a certain drawing technique, or the mistakes they made; it doesn’t show the pages in the sketchbook where everything went wrong, or the sketches they made to plan and practise before producing their finished work.

Ein einziges Bild zeigt nicht die tausenden Übungsstunden, die in einer Zeichnung stecken, oder wie häufig der Zeichner diese Motive schon gezeichnet hat, oder wie viele Skizzen er vorher angefertigt hat. Es zeigt auch nicht die anderen Seiten im Skizzenbuch, die nicht so schön sind. Oder die Experimente, die zu einer bestimmten Technik geführt haben.

Jede schöne und schnelle Zeichnung ist das Resultat von tausenden Stunden Übung, vieler Fehler und viel Frust.

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Dreamlusion

When I was a child I suffered from nightmares. I would lie awake at night terrified to be alone in the dark room but also afraid of falling asleep. I would dream of animals killing my family, of strange men crawling into my bed and of being followed.

Whenever I woke up, I would be scared to open my eyes in case there was a face in front of me, it’s nose nearly touching mine, or a figure floating in front of my second story window, or that I would just glimpse a ghostly hand disappear under my bed.

When I went to boarding school, I dreamt again and again that my parents’ house had burned down in my absence and that I would only find out when I read about it in the news at breakfast.

I would dream about swimming in a cold dark ocean with no land in sight, knowing that at some point I would get tired and drown. Sometimes a lighthouse beam would indicate land, other times I would only wake up when I sank to the bottom of the ocean, drenched in cold sweat.

In most dreams, I was very lonely.

Ich habe als Kind unter Albträumen gelitten. Jede Nacht lag ich wach im Bett, hatte Angst vorm Einschlafen aber auch von der Dunkelheit in meinem Schlafzimmer. Und wenn der Schlaf mich doch einholte, träumte ich von grausamen Wesen, die meine Familie töteten, fremden Männern, die in mein Bett stiegen und neben mir lagen, und schrecklichen Verfolgungsjagden.

Wenn ich nachts wach wurde, hatte ich Angst meine Augen zu öffnen. Ich dachte, ein Gesicht würde mich anschauen, so nah, dass unsere Nasen sich berühren. Oder auch, dass eine Person vor meinem Schlafzimmerfenster (im ersten Stock) schweben würde, oder, dass ich sehen würde, wie eine Geisterhand schnell unter meinem Bett verschwindet.

Als ich mit 13 ins Internat zog, träumte ich wiederholt, wie das Haus meiner Eltern in meiner Abwesenheit abbrannte und dass ich erst beim Frühstücken in den Nachrichten davon erfahren würde.

Ich träumte, dass ich allein in völliger Dunkelheit in einem kalten Ozean schwimmen würde. Ich wusste, dass ich bald am Ende meiner Kräfte ankommen würde, und dass ich irgendwann unter die Wellen versinken würde. Manchmal sah ich den Lichtstrahl eines Leuchtturmes am Horizont, aber mehrmals bin ich auf den Grund gesunken und wurde dann in kalten Schweiß gebadet wach.

In den meisten dieser Träume war ich einsam.

During this last semester I had a course where I learnt different copper etching techniques. The finished product was a book of etchings on a topic of my choice. I chose dreams, because I wanted to make something strange and surreal. I didn’t, however, illustrate my nightmares, but instead, I chose to try and create surreal landscapes and situations that would never happen in real life.

Next to the illustrations are a few anecdotes of dreams I had, especially reoccurring ones that would return to haunt me night after night, week after week.

Im letzten Semester habe ich mich nochmal mit dem Thema Träume auseinandergesetzt. Ich hatte einen Kurs, in dem ich Radierung gelernt habe. Das fertige Produkt war ein Buch mit Radierungen zu einem Thema unserer Wahl. Ich habe Träume gewählt, weil ich etwas Merkwürdiges und Surreales machen wollte. Das Bedürfnis meine Albträume zu illustrieren hatte ich nicht. Stattdessen habe ich komplett neue Situationen erstellt.

Neben einigen fertigen Illustrationen aus dem Buch befinden sich Anekdoten zu meinen Träumen, insbesondere solche, die ich immer und immer wieder hatte und die mich Nacht für Nacht, Woche für Woche plagten.

I made collages collecting material from books and magazines and then used them as a reference for my etchings. The etching technique I used is called “vernis mou” where a wax-based layer is applied onto the copper plate, the paper is then put over the top. Then the image is drawn with a pencil. The copper plate is then placed into acid for ten minutes. After that, it is cleaned, and can be inked and printed.

I later scanned my etchings and added colour in Photoshop.

Die Radierungstechnik, die ich verwendet haben nennt sich „vernis mou“ oder Weichgrund-Radierung. Eine wachshaltige Beschichtung wird auf die polierte Kupferplatte aufgetragen, danach wird ein Stück Seidenpapier daraufgelegt. Die Abdrücke, die durch z.B. eine Bleistiftzeichnung auf die Platte gemacht werden, sind später nach 10 Minuten Ätzen erkennbar. Nach dem Ätzen wird die Platte gereinigt und kann zum Drucken verwendet werden.

Später habe ich die Drucke eingescannt und in Photoshop coloriert.

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48 hours disconnected


deutsche Version hier

Our relationship with our smartphones is complicated. So, when I saw my phone slide out of my slightly too loose grasp and fall into the cup of coffee I was holding in my other hand, I was filled with equal amounts of panic and relief.

Panic, because the object I had just drowned is my connection to the outside world and sometimes the only way to connect to me. Relief because often I connect even though I don’t want to and take in more information than I can handle.

What followed were 48 hours of phone-free time during which my smartphone was left to dry in my flat. And, because I belong to the digital native generation, living without a mobile phone rarely ever happens, I decided to write about this experience and post my report to the Internet where others can read it on their mobile phones.

I don’t own a landline, so my mobile phone is my only way to call anyone, and I don’t have a second, old phone that I can use in the case of a water-based disaster such as this one. The moment my mobile slipped into my hot beverage, I was disconnected. Well, not really. The first thing I did was switch on my laptop to contact my boyfriend and a few friends via Facebook, most of whom didn’t reply because no one uses Facebook anymore.

In the evening, I went to visit a friend whom I had messaged that morning and arranged a meeting with. I am old-fashioned like that I guess. The constant connectedness, that our smartphones allow, makes super-spontaneous meetings possible. It also means, you can cancel super-spontaneously, e.g. five minutes before meeting with said friend, simply by sending them a message asking whether we could “maybe just this time meet up an hour later”. As all of this was now not possible, I walked to his place.

On the way there, I became hyper-aware of the smartphones in use around me. People pushing children’s buggies while looking at their phones. The cyclists stopping at the red traffic light pulled out their mobiles in unison. People at bus stops were online instead of just waiting.

When I arrived at my friend’s place, we had tea and waited for a few people to arrive. The evening went well until at one point I realised that everyone else was distracted by their phones. “Hang on a minute, I just need to fill out this questionnaire.” “One moment, … just sent me a message”. I felt left out. On the one hand, I knew that usually I am the same, on the other hand, I asked myself why these things were so important that they had to be answered right this minute.

On my way home through the dark streets, I was glad that I feel safe in this city and know my way home. Without my phone as my shield (usually, when I don’t feel safe, I phone a friend and talk until I get home), my map and my bus timetable, it could have been complicated.

The thing that bothered me most was that people who wanted to contact me would not be able to call me or contact me over Whatsapp. That they would just get no reaction and perhaps assume I was ignoring them. But when did this urge to always be “on call” start? Usually, when my phone is working, I switch it off around 10 pm and it feels as if a background buzzing has been switched off. But with it perhaps gone completely, it felt like something was missing.

Luckily, I don’t rely on using my phone as my alarm clock.

The next morning, I went to have breakfast at my aunt’s. As we watched her baby budgie fly around the room, I missed being able to document everything. At the same time, it felt good not to have to look at things through a screen or to have to debate with myself whether it was appropriate to whip out the gadget in that moment.

I then used her phone to inform my often overly concerned grandparents of the situation.

Not having my mobile made me think about how my phone use has changed over the years. The real problem-relationship with my phone started when I downloaded the app Instagram. Before then, I had never felt the urge to look at my phone during class or at any time other than actively wanting to contact someone.

The amount of time Instagram has taken from me is impressive. When I am not checking the app, I am thinking about what to post next, or whether it will get a good reaction or not. But since the app’s algorithm has changed to promote more advertising, I don’t really care that much about likes anymore.

When Instagram introduced the story function (I never had Snapchat), I was completely hooked. Suddenly I was posting pictures and 10 second videos of all sorts of random and day-to-day things. When I met with friends that I hadn’t seen for years, I was shocked and almost spooked by how much they knew about me. The things I had seen, the places I had been to. We almost didn’t have anything to talk about, I would start a sentence with “I recently went to …” and they would nod and say, “I know, I saw it on Instagram”.

Instagram stories create the impression that you are in contact with someone all the time, even though you never actively communicate with them. That way, the urge to see your friends is not as big, because you feel like you know what they are up to anyway. However, the fact that only positive things and superficial moments of their days are posted to the platform is usually unconsciously ignored. Therefore, Instagram stories makes us think we are in contact with people, whilst removing the desire to have face-to-face contact.  At the same time, I have often caught myself being envious of friends who seem to post their every social interaction in their stories, “Oh they have so many friends, they are always doing things,” I think to myself. I feel left out. Purely, because I am living the moment through a screen, and not in real life.

Being disconnected from Instagram was the greatest relief that the coffee incident gave me.

Our phones are also our extended memory. I can document all sorts of things and save them for later (although to be completely honest, I don’t look back on them that often). Sometimes, when I look through my phone, I find a picture from a situation I had almost completely forgotten about, and I am surprised. Sometimes I wonder whether we rely too much on our extended memory and whether our attention span has shrunk to only 10 seconds (the length of time of an Instagram story). I know people who watch YouTube videos at double-speed, “to absorb more information quicker”.

Not having my phone meant that I could no longer listen to podcasts all the time. I love podcasts; they are my favourite addiction. I listen to them at work while I am sorting books, while tidying my flat, while walking, while I am at the gym. I have learned a great deal from them, but sometimes, I don’t know when to switch them off. Most of the podcasts I listen to are informative, they are about art, design, history, politics and medicine.

The fact that I can listen to podcasts while doing other not-so-informative things, sometimes makes me feel like I am being “unproductive” when I am not consuming information. At the same time, the flood of information often overwhelms me, and so I have now started listening to my local radio station instead. The music is old, the news is about small incidents that happen in the area, and the local adverts are hilarious.

Before the coffee incident, I had already attempted to change my relationship with my phone by using apps that switch off social media for certain period. Now I realise I have a long way to go. I feel like I need to rethink my relationship with certain apps. And rethink my phone use. What is it really? A tool? A distraction? A shield? An addiction? Or all the above? You decide. I will continue to think about it until I switch the thing on again, I guess.

Edit: My phone survived the coffee. To deal with the urge to check it all the time I have started putting my phone into ultra-battery saving mode. I can choose 6 apps that I can keep using and they are: Spotify, telephone, contacts, maps, my budget app and the camera. Perfect.

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48 Stunden abgekoppelt

Die Beziehung mit unseren Smartphones ist ziemlich kompliziert. Also als sich mein Handy aus meinem etwas zu lockeren Griff löste und in meine frisch gefüllte Kaffeetasse fiel, erfüllten mich Panik und Erleichterung im gleichen Maße.

Panik, weil mein Handy meine Verbindung zur Außenwelt ist und manchmal der beste Weg mich zu erreichen, und Erleichterung, weil ich oft das Gefühl habe, zu viel zu kommunizieren und dass der ständige Fluss der Informationen auch irgendwann ein Ende nehmen muss.

Plötzlich hatte ich 48 Stunden Zeit ohne Handy, weil mein Smartphone erstmal in meiner Wohnung trocknen musste. Und weil ich ein sogenannter “digital native” bin, und Handy-lose Zeit äußerst selten vorkommt, habe ich mich entschieden über dieses Ereignis zu schreiben, und den Bericht im Internet hochzuladen, damit andere ihn auf ihren Handys lesen können.

Wie viele andere meiner Generation habe ich kein Festnetztelefon, also ist mein Handy die einzige Möglichkeit, mich zu erreichen. Ich besitze auch kein altes Smartphone, was ich in Notsituationen verwenden könnte. In dem Moment, in dem mein Handy in meine Kaffeetasse fiel, war ich abgekoppelt. Ok, nicht wirklich. Das erste, was ich gemacht habe, war, meine Freunde über Facebook über den Unfall zu informieren. Es hat aber niemand geantwortet, weil kaum jemand noch Facebook verwendet.

Am Abend habe ich einen Freund besucht, mit dem ich am Morgen verabredet hatte. Altmodisch. Die Tatsache, dass wir durchgehend miteinander verbunden sind, macht es möglich, superspontane Treffen zu organisieren. Oder auch spontan abzusagen, oder 5 Minuten, bevor man verabredet ist eine Nachricht zu schicken, um zu fragen, ob man das Treffen nicht doch eine Stunde nach hinten verschieben könnte. Da diese Optionen alle wegfielen, bin ich zu Fuß zu seiner Wohnung gegangen.

Auf den Weg dorthin, fielen mir die vielen Handybenutzer auf, die mir über den Weg liefen. Eltern, die mit einer Hand den Kinderwagen schoben und in der anderen das Handy hielten. Die Radfahrer, die an der roten Ampel synchron ihre Handys aus den Taschen zogen. Menschen, die an der Bushaltestelle nicht mehr warteten, sondern kommunizierten. Ich fand es störend, dass mir jetzt, da ich mein Handy nicht mehr zur Ablenkung hatte, diese Dinge alle auffielen.

Als ich ankam, tranken wir Tee, quatschen und warteten auf andere Freunde. Der Abend war schön, bis mir auffiel, dass alle immer wieder aufs Handy schauten “Ein Moment ich muss noch einen Fragebogen ausfüllen”, “Moment mal, ich muss noch eben … antworten”. Ich war genervt, obwohl ich wusste, dass ich auch oft so bin und fragte mich, warum diese Dinge so wichtig sind, dass sie sofort gemacht werden mussten.

Auf dem Heimweg im Dunkeln war ich froh, dass ich mich in Münster sicher fühle. Sonst rufe ich meistens einen Freund an, wenn ich zu Fuß im Dunkeln gehe, oder suche mir einen anderen Weg mit Hilfe von Maps, oder schaue in der Bus App nach, wann der nächste Bus kommt. Wenn ich mich unterwegs unsicher fühle, ist mein Handy mein Schutzschild.

Das was mich am meisten gestört hat war, dass diejenigen, die mich sonst ohne Probleme hätten erreichen können, mich plötzlich nicht mehr erreichen konnten. Sie würde einfach keine Reaktion bekommen und vermutlich denken, dass ich sie absichtlich ignoriere. Aber seit wann sind wir eigentlich immer erreichbar? Normalerweise, wenn ich die Wahl habe, schalte ich das Gerät um 22 Uhr aus und bin erleichtert.  Das Gefühl ist so ähnlich wie wenn ein Summen im Hintergrund plötzlich aufhört. Jetzt fehlte mir etwas.

Als ich mich ins Bett legte, war ich froh darüber, dass ich einen echten Wecker besitze.

Am nächsten Morgen war ich mit meiner Tante zum Frühstück verabredet. Als ich ihrem neuen Wellensittich beim Fliegen in der Küche zusah, fehlte mir die Möglichkeit dieses Erlebnis zu dokumentieren. Gleichzeitig war ich froh, dass ich nicht darüber nachdenken musste, ob es denn jetzt in Ordnung wäre, mein Handy zu zucken.

Ich habe ihr Festnetztelefon verwendet, um meine häufig besorgten Großeltern über den Handyvorfall zu informieren.

Kein Smartphone zur Verfügung zu haben, hat mich zum Grübeln gebracht, seit wann ich handysüchtig bin oder mich zu mindestens so fühle. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es mit der App Instagram zusammenhängt. Bevor ich Instagram hatte, hatte ich nie das Bedürfnis im Unterricht auf mein Handy zu schauen oder mich davon ablenken zu lassen.

Die Zeit, die Instagram in Anspruch nimmt, ist beeindruckend. Und wenn ich die App gerade nicht offen habe, denke ich darüber nach, was ich als Nächstes hochladen könnte. Das einzige, was sich verändert hat, ist, dass, seitdem in der App mehr Werbung gezeigt wird, mir die Likes, die ich bekomme, nicht mehr so viel ausmachen.

Als Instagram die Story-Funktion einführte (ich hatte nie Snapchat), war ich plötzlich abhängig. Ich habe ständig Fotos hochgeladen und 10-Sekunden-Videos von Alltagssituationen ins Netz gestellt. Als ich mich im Sommer mit Freunden getroffen habe, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, war ich erstaunt darüber, wie viel sie schon über mich wussten: Die Orte, die ich besucht hatte, die Ausstellungen, in denen ich war. Ich brauchte ihnen fast nichts mehr erzählen, sie wussten schon alles von meinem Leben, weil sie es auf meinen Storys gesehen hatten.

Wir haben durchgehend das Gefühl, durch Storys mit anderen in Kontakt zu sein, weil wir immer wissen, was sie machen und mit wem sie sich treffen. Deshalb haben wir nicht so häufig das Bedürfnis, tatsächlich mit unseren Freunden etwas zu unternehmen. Die Tatsache, dass die App uns nur die schönen Seiten vom Leben zeigt (oberflächlich und manchmal gestellt), wird dabei oft vollkommen ignoriert. Folglich gibt Instagram uns das Gefühl, wir wären durchgehend im Kontakt, obwohl wir es gar nicht sind.

Gleichzeitig erwische ich mich oft dabei zu denken, dass andere ein schöneres oder aufregenderes Leben haben, weil ich die Dinge, die sie machen immer in ihren Stories sehe. Und wenn Freunde etwas ohne mich machen, fühle ich mich ausgeschlossen, obwohl es mich sonst nicht stören würde, vielleicht, weil ich den Spaß nur passiv über einen Bildschirm mitbekomme.

Der vom Kaffee gezwungene Bruch mit Instagram war eine Erleichterung.

Für viele sind unsere Handys auch eine Erweiterung des Gedächtnisses. Ich kann alles dokumentieren und später wieder nachschauen. Manchmal, wenn ich durch mein Handy schaue, finde ich Bilder von Situationen, die ich komplett vergessen hatte, und bin davon überrascht. Manchmal frage ich mich, ob wir uns zu sehr darauf verlassen, dass unser Handy auch als Gedächtnis funktioniert und ob unsere Konzentrationsspanne tatsächlich nur noch 10 Sekunden (die Länge einer Instagram Story) beträgt. Ich kenne Menschen, die YouTube Videos mit doppelter Geschwindigkeit gucken, damit sie “die Information schneller aufnehmen” können.

Mein Handy nicht mehr benutzen zu können, heißt leider auch, dass ich keine Podcasts hören kann. Ich liebe Podcasts, ich höre sie bei der Arbeit, beim Bücher einstellen, beim Aufräumen, beim Gehen und beim Training. Ich habe sehr viel von Podcasts gelernt, gleichzeitig finde ich es aber schwierig, den durchgehenden Informationsfluss auszuschalten. Die meisten Podcasts sind informativ und berichten über Design, Kunst, Geschichte und politische Themen.

Leider fällt mir immer wieder auf, dass ich fast schon zwanghaft Information konsumiere. Die Tatsache, dass ich die Option habe, beim Aufräumen Biographien von berühmten Persönlichkeiten zu hören, führt dazu, dass ich mich manchmal unproduktiv fühle, wenn ich gerade keine Information aufnehme.

Gleichzeitig fühle ich mich oft von den vielen Informationen überfordert. Jetzt ohne Handy habe ich begonnen, meinen lokalen Radiosender zu hören. Die Musik ist alt, die Nachrichten sind lokal und die Werbung ist lustig.

Schon vor dem Kaffeevorfall hatte ich versucht, meinen Smartphonekonsum ein wenig einzuschränken. Ich habe meine Apps so eingestellt, dass alle auf einmal angezeigt werden, damit ich Instagram nicht mehr so schnell finden kann. Manche Apps werden ab einen bestimmten Zeitraum blockiert. Jetzt merke ich allerdings, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe ehe ich wirklich Frieden mit dem Gerät schließen kann. Ich möchte Apps verwenden, weil sie mir was bringen und nicht meine Zeit mit ihnen verschwenden.

Was ist mein Handy denn wirklich für mich? Ein Werkzeug? Eine Ablenkung? Ein Schutz vor der Außenwelt? Eine Sucht? Oder alles auf einmal? Vielleicht sollten wir alle etwas mehr darüber nachdenken. Ich werde weiter grübeln, bis ich das Gerät wieder anschalte.

Edit: Mein Handy hat den Kaffee überlebt. Als Übergangslösung, um meinem Handy-check-Zwang unter Kontrolle zu bringen stelle ich mein Handy häufiger auf Ultra Strom sparen. Ich kann 6 Apps aussuchen, die ich behalten und verwenden kann. Das sind bei mir nur die wichtigsten: Spotify, Telefon, Kontaktbuch, Maps, meine Budget App und die Kamera. Perfekt.

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Rainy Days and Art

Rain is pouring in torrents outside. Long corridors with high ceilings. Students smoking in the hallways. Light-flooded rooms filled with a selection of artwork. Metal sinks overflowing with flowers.

Draußen regnet es in Strömen. Studenten rauchen im Flur. In hellen, lichtdurchfluteten Räumen werden ausgewählte künstlerische Arbeiten präsentiert. Metallwaschbecken übervoll mit Blumen.

Constant chatter, the clicking of cameras. People stare at the walls and carefully move around objects on the floor.

Leute quatschen, Kameras klicken. Besucher starren die bunten Wände an und bewegen sich vorsichtig um die Gegenstände, die auf dem Boden liegen.

Beer bottles line the edges of the room. Art students with pizza, talking, wrapped in jackets at least 2 sizes too large for them.

Bierflaschen sind an den Wänden aufgereiht. Studenten mit Pizza reden miteinander in Jacken die Größen zu groß sind.


A few weeks ago, Tobi and I visited the “Rundgang” at the Kunstakademie in Düsseldorf. A Rundgang is an exhibition where the students present their work. The Kunst Akademie Düsseldorf has had some truly well-known alumni and Professors. Joseph Bueys, Rosemarie Trockel, Andreas Gursky, Gerhard Richter to name a few.

Vor ein paar Wochen, sind Tobi und ich zum Rundgang nach Düsseldorf gefahren. Beim Rundgang präsentieren die Studierenden der Kunstakademie ihre Arbeiten.  Die Kunstakademie Düsseldorf hat viele sehr bekannte Allumi. Joseph Bueys, Rosemarie Trockel, Andreas Gursky, Gerhard Richter sind die ersten Namen, die mir einfallen.

The day was filled with inspiration and new influences. I took many pictures on my phone which I later used as a reference to make sketches and drawings of the people there.

Der Tag war voller Inspiration und Reizüberflutung. Ich habe viele Fotos gemacht, die ich später als Vorlage für ein paar digitale Skizzen verwendet habe.

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February Journal

The city wakes from its hibernation.

It is the 16th of February, the sun creeps out and warms our faces. A friend comes to visit from a different city and I show her around Münster.  The sun is shining, it has put on its best face. We walk over the market and eat waffles and she is surprised by how many people are out and about.  So am I.  We sit at the lake and watch the wind move the bare trees on the other bank.

Die Stadt erwacht vom Winterschlaf.

Es ist der 16. Februar 2019, und die Sonne kriecht zum ersten Mal im Jahr hinter den Wolken hervor. Eine Freundin aus dem Ruhrgebiet kommt zu Besuch und ich zeige ihr Münster. Die Sonne scheint, die Stadt zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Wir spazieren über den Wochenmarkt und essen Waffeln im Sonnenschein. Wir sind überrascht, wie viele Menschen draußen sind. Später sitzen wir am See in der Wärme und beobachten die kahlen Bäume am anderen Ufer wie sie in einer kleinen Briese schwanken.

I haven’t felt this awake in a long time.  I haven’t written or posted anything on this blog for a few weeks now.  After my exam period I didn’t feel capable of looking at a screen anymore.

Ich habe mich lange nicht mehr so wach gefühlt. Ich habe auch lange nichts mehr auf diesen Blog hochgeladen. In der Zeit nach meinen Prüfungen konnte ich nicht mehr ertragen auf einen Bildschirm zu schauen.

On Sunday I meet up with a friend for breakfast and we sit in her bright kitchen and eat croissants with jam.  We then cycle to the botanical gardens and sit there, next to pensioners enjoying the sunshine.  We get a beer at the kiosk and draw the greenhouses. On my way home, I see that the queue in front of the ice-cream parlor reaches far into the street. It feels like summer, the huge winter coat I bought at the second-hand shop last weekend, when it was still hailing, seems unnecessary now. I wear a thin jacket for the first time in months and don’t need gloves to cycle anymore.

Am Samstag treffe ich mich mit einer anderen Freundin zum Frühstück und wir sitzen in ihrer hellen Küche und essen krümelige Croissants mit Marmelade. Danach fahren wir mit dem Rad in den botanischen Garten, und setzen uns dort neben den Rentnern in die Sonne.

Wir kaufen Bier am Kiosk und zeichnen die Glashäuser. Auf dem Weg nach Hause sehe ich, dass die Schlange in der Eisdiele bis auf die Straße reicht. Es fühlt sich an wie Sommer, die riesige Winterjacke, die ich in der vorherigen Woche in einem Secondhandladen gekauft hatte, als es draußen noch hagelte, erscheint jetzt überflüssig. Ich brauche beim Fahrradfahren keine Handschuhe mehr.

I feel like the seasons have got mixed up, the evening feels like summer but with empty trees and cold light. I have an itch in my fingers to draw and to write but don’t want to be indoors. I feel the need to collect memories and put them down on paper (or post them online). This warm February scares me a little, I wonder whether it will get cold again, or if it will just continue getting warmer until I am unable to leave the house. The weather changes so quickly the trees can’t catch up. The plants are flowering to early, only to die in the next unexpected cold spell.

Es fühlt sich an, als wären die Jahreszeiten durcheinander gekommen. Es ist wie ein Sommerabend aber erstrahlt von kühlem, winterlichem Licht. Ich habe das Bedürfnis zu schreiben und zu zeichnen aber ich möchte nicht drinnen sein. Ich möchte Erinnerungen sammeln und sie aufs Papier bringen. Dieser warme Februar gruselt mich ein wenig. Ich frage mich, ob es wieder kälter wird oder immer nur noch wärmer, bis ich das Haus wegen Hitze nicht mehr verlassen kann. Das Wetter hat sich so schnell verändert, dass die Bäume nicht mithalten können. Die Pflanzen blühen zu früh, nur um dann in den nächsten kalten Nächten zu sterben.

I build a nest of pillows and blankets outside my window and write down my thoughts as quickly as I can. It is my semester break now. Although the last semester wasn’t as stressful as the ones before, I feel the need to just do nothing. Switch off all my gadgets and lie in bed. Read a book. Go to the gym. Go for a walk. Have coffee with friends.

The colours I use in my sketchbook get more and more colourful. I use children’s wax crayons and don’t bother to sharpen them. But now I don’t really care if a line goes where I want it to, or if it slips to the side, perhaps it looks better that way anyway.

Ich baue mir ein Nest aus Kissen und Decken auf meiner Terrasse vor meinem Fenster und schreibe Tagebuch. Ich habe jetzt Semesterferien. Obwohl das letzte Semester nicht so stressig war wie die vorherigen, habe ich gerade das Bedürfnis, nicht zu tun. Alle Geräte auszuschalten und im Bett zu liegen. Endlich wieder Bücher lesen. Sport machen. Mit Freunden spazieren gehen.

Die Farben in meinem Skizzenbuch werden immer bunter. Ich verwende Wachsmalstifte, die eigentlich für Kinder gedacht sind und spitze sie nicht an. Gerade ist es mir auch egal, ob die Linie auch dahin geht, wo ich sie haben wollte. Vielleicht sieht sie auch daneben besser aus.

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Looking back at 2018

How can it already be 2019? This number sounds like the future. January 2018 feels so far away and I am definitely a slightly different person now. I hope that I have got a little wiser, but I doubt it, for some reason.

This time last year I was heartbroken. I moved out of the flat I had shared with my ex-boyfriend and moved into my aunt’s guest room. There, I lived in an absolute chaos for a few weeks, open boxes and their contents scattered throughout the room like an image of my emotional state. Chaos.

2019. Diese Zahl klingt als würden wir schon in der Zukunft leben. Es scheint mir, als wäre Januar 2018 sehr weit weg, länger her, als nur ein Jahr. Es hat sich seitdem viel in meinem Leben verändert.

Das vergangene Jahr begann mit einem gebrochenen Herzen. Ich zog aus der Wohnung, die ich mit meinem ex Freund teilte, in aller Eile und in das Gästezimmer meiner Tante. In den Wochen, die ich dort lebte, stapelten sich Kisten voller unsortierten Krams, wie eine Darstellung meiner emotionalen Lage. Chaos.

Arthur’s Seat, Edinburgh

After my exams in February, in an attempt to put some distance between myself and that mess, I travelled to Edinburgh on my own. It was my first  holiday alone and was surprisingly daunting. I met many interesting people in museums and on Arthur’s seat and even managed to meet up with a few old friends.

Last year, I discovered museums for myself. While I was in Edinburgh, I could have done anything I wanted, but I found myself going to all the museums I could, even though I would have detested being dragged in there as a child. I realised that when travelling to new places, art galleries and botanical garden are usually the first places where I go. 

Um ein paar Tage lang diese Situation hinter mir zu lassen, bin ich  nach meinen Prüfungen alleine nach Edinburgh gefahren und habe dort im leeren Zimmer meines Bruders gewohnt. Ich bin einsam angekommen, habe aber in der Zeit viele Menschen kennengelernt.  Zusätzlich konnte ich auch eine alte Freundin aus meiner Internatszeit nach vielen Jahren wieder neu kennenlernen.

Ich habe dieses Jahr meine Liebe für Museen und Ausstellungen wiederentdeckt. In Edinburgh wurde mir zum ersten Mal klar, dass wenn ich ganz allein entscheiden kann, was ich machen möchte, dass der botanische Garten und die Kunsthalle meine ersten Ziele sind.


On my arrival back in Germany, my cousin and I drove to Austria for a few days to go snowboarding with my uncle (thank you Rolf). It was my first time in the mountains, and while I was trying my best to survive the slopes, little did I know that I would be returning a few times in the course of that year.

Back in Münster, I moved into a new flat that I had somehow found over Facebook. To begin with, I was afraid that I would sink into loneliness, but I rediscovered calmness in having my own space again (but I still hate washing up).

I started working at the library of my university, which ironically lead to me to discovering the great and glorious world of podcasts (I listen to them while sorting books back into the shelves). My favorites are Criminal, 99 Percent Invisible, This Is Love, In Our Time, The Documentary Podcast and The Happiness Podcast.

Nachdem ich nach Deutschland zurückgekehrt war, begann sofort der nächste Ausflug. Mein Cousin und ich fuhren gemeinsam nach Österreich und trafen dort unseren Onkel (danke Rolf). Als ich da mehrmals am Tag mit dem Snowboard aufs Gesicht flog, wusste ich noch nicht, dass ich in diesem Jahr mehrmals in die Berge zurückkehren würde.

In Münster habe ich entgegen aller Erwartungen schnell über Facebook meine jetzige Wohnung gefunden. Am Anfang hatte ich Angst davor, wieder alleine zu leben. Ich dachte, ich würde vielleicht vereinsamen, aber ich habe große Ruhe darin gefunden, meine Zeit mit mir selber zu verbringen.

Mein Job in der FH Bibliothek hat ironischerweise dazu geführt, dass ich jetzt ein treuer Fan von mehreren Podcasts bin, die ich beim Bücher Einstellen höre. Meine Lieblings-Podcasts sind zurzeit Criminal, 99 Percent Invisible, This Is Love, In Our Time, The Documentary Podcast und The Happiness Podcast.

In May, I had a horrible phase of homesickness and decided to drive all the way to the sea (at The Hague) with friends for what turned out to be one of the most wonderful days. It was the first time, that I allowed myself to feel homesick without shame and then took the situation into my own hands. This trip was also the first time I met my now boyfriend Tobi, as he came along spontaneously, when another friend failed to turn up..

Summer 2018 was hot as hell. The weather reached peak temperatures in Germany, and being the cold loving person that I am, I suffered. I lost my appetite and hated leaving my flat. Luckily my patio is dug into the ground, so it was slightly cooler there. The time I spent there with friends inspired me to start a photography project, documenting everything I do on my patio, “vor meinem Fenster“.

Im Mai hat mich Heimweh aufgesucht und ich bin gemeinsam mit Freunden nach den Haag gefahren, um das Meer wiederzusehen.  Auf diesem Ausflug habe ich meinen Freund Tobi kennengelernt, weil er spontan mitgekommen ist, als ein anderer Kumpel am Abholort nicht auftauchte.

Der Sommer 2018 war höllisch heiß. Das Wetter erreichte wahnsinnige Temperaturen und ich habe mich in meine Wohnung zurückgezogen und kam nur raus, wenn es wirklich nötig war. Zum Glück habe ich eine kleine Souterrain-Terrasse, die auch die Foto Serie ” vor meinem Fenster” inspiriert hat.

Hoy, Orkney

I escaped the heat of Germany for the cool breeze of Orkney. On the isles, I realised how very little seems to change at the “the edge of the world”.

Returning “home” to Scotland and later visiting Tobi in his Alpine hometown near Salzburg showed me how our perceptions of our home change once we leave, and how they change again when we show the place we came from to someone who has never been there.

Sitting in busses, trains, planes and ferries finally gave me the time I needed to read a few of my dystopian favorites and a few fun crime novels. At my parents I reread all the Princess Diary books that were still in my children’s room at home. It was a strange experience revisiting books that I had devoured in my childhood. 

Anfang der Semesterferien bin ich bin aus dem heißen Deutschland nach Schottland auf die Orkney Inseln geflohen. Dort, in meiner Heimat, wurde mir bewusst, wie langsam das Leben “am Rand der Welt” sich mit der Zeit verändert.

Die Rückkehr nach Hause und der Besuch bei Tobi in seiner Heimatstadt in den Alpen haben mich angeregt, darüber nachzudenken. was wir über unsere “Heimat” denken, wenn wir sie verlassen und wie sich unsere Meinung gern auch ändert, wenn wir mit Freunden zurückkehren.

Das viele Reisen hat mir wieder die Möglichkeit zum Lesen gegeben. Ich habe ein paar meiner dystopischen Lieblinge wieder gelesen und dazu ein paar Krimis. Bei meinen Eltern habe ich die “Plötzlich Prinzessin” Bücher in meinem alten Zimmer wiedergefunden. Es war merkwürdig, wieder zuhause zu sein und die Bücher zu lesen, die ich als Kind so spannend fand. 


I have never travelled so much in my life as I did this summer. It was amazing to see so many friends in such a short period of time, but also exhausting. I felt the pressure to always be sociable but towards the end of my slightly manic journey, I was absolutely exhausted and seemingly no longer capable of making the simplest decisions. I travelled and visited friends and family in Edinburgh, Aberdeen, Kirkwall, Sanday, Vienna, Graz, Salzburg, Munich, Nuremburg and Bamberg. And here a short word of thanks to all the people who let me sleep in their homes, showed me their home towns and always made sure I was well fed. Thank you for your time, I really, really enjoyed seeing you all again.

This last year, I rekindled old friendships and found friends in people who I would never before imagined were friends. It is sometimes important to revisit people from your past and just to check in and to see how life is treating them now.

Ich bin noch nie so viel gereist wie in diesem Sommer. Es war eine sehr schöne aber auch sehr anstrengende Erfahrung. Ich habe noch nie so viele Freunde in so vielen Städten in einem so kurzen Zeitraum besucht. Ich habe mich unter Druck gefühlt immer fröhlich und gesellig zu sein, aber als die manische Reise langsam zu Ende kam, hatte ich Schwierigkeiten, die einfachsten Entscheidungen zu treffen. Ich habe Freunde und Familie in folgenden Städten besucht: Edinburgh, Aberdeen, Kirkwall, Sanday, Wien, Graz, Salzburg, München, Nürnberg und Bamberg. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Freunden und Verwandten bedanken, die mir ihre Heimatstädte mit so viel Liebe gezeigt haben und die mir ein Bett/Sofa/Boden zum Schlafen angeboten haben und darauf geachtet haben, dass ich nicht verhungre. Dankeschön dafür, es war wirklich schön, euch alle wieder zu sehen.

Das Jahr hat mir auch gezeigt, dass es einfach ist, alte Freundschaften wieder zu beleben. Ich habe viele Leute aus meiner Schulzeit wiedergetroffen, bei denen ich mir absolut sicher war, dass ich sie nie wiedersehen würde.

I spent Autumn recovering from Summer and slowly fading into a state of constant, darkness induced, sleepiness. I found myself hiding away a lot during the Winter months and felt like I had lost a little contact to many of my friends. 

Ich habe den Herbst damit verbracht, mich vom Sommer zu erholen. Die dunkele Jahreszeit ist in einer Souterrain-Wohnung doch etwas gewöhnungsbedürftig dunkel. Ich fühle mich fast in einen Winterschlafzustand versetzt, der sich darin zeigt, dass ich nie wirklich wach werde und mich in meine unterirdische Höhle verkrieche.

Königsee, Germany

Tobi and I spent the time between Christmas and New Year at his parents’ in Bad Reichenhall. On the way home from the New Year’s Eve party, we both watched the sun rise over the mountains. It was freezing. Fog seeped between the peaks and clouds broke on the snow covered tops. The air was lilac and the light was orange. As an island child, mountains never fail to amaze me.  It was the most beautiful start I have had to any new year, I think.

I am grateful for all that 2018 taught me and the friendships I have made and the people I have met. I have seen incredible views of nature, beautiful cities and have been inspired by the work of many great artists and thinkers. I have never travelled as much before or felt this independent. 

Tobi und ich haben die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr bei seinen Eltern in Bad Reichenhall verbracht. Unser 2019 begann auf den Heimweg von einer Silvesterparty mit dem Sonnenaufgang über den Bergen . Es war kalt und meine Füße waren in meinen Schuhen eingefroren. Nebel sammelte sich im Tal und die Wolken hingen an den Gipfeln fest. Vielleicht etwas kitschig aber wahnsinnig schön. Und für ein Inselkind wie mich wirklich sehr beeindruckend.

Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich 2018 viele Freunde wiedergefunden habe, und für die neuen Menschen, die ich kennengelernt habe. Ich habe viele wunderschöne Orte und Städte kennenglernt und habe mich von anderen inspirieren lassen. Ich bin noch nie so viel gereist und war auch noch nie so selbständig. 

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Coffee Love

As a tribute to my obsession for coffee, here are three collages entiteled “coffee love” to wish you an energetic start into the new year.

Eine Hommage an mein Lieblings koffeinhaltiges getränk um euch einen energiegeladen Start ins neue Jahr zu wünschen.

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p.s I am working on a review of 2018 at the moment, so much happened last year so it is taking me considerably longer than I expected.

p.s I arbeite gerade an einem Rückblick für 2018, es ist im letzten Jahr so viel passiert, dass es gerade viel länger dauert als erwartet.

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