2017

Journal, Uncategorized

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deutsche Version hier

My father sends a round robin with his Christmas cards every year. He occasionally (jokingly) asks me where my one is. A part of me finds the round robin silly, as I have often enough heard it to be described as my Dad’s “self-promotion” letter. Which it kind of is, to be honest. But it still interests me to read it and find out what he did that year. I guess it is in our nature to be curious about the lives of others!

So here it is: my review of 2017.

The year began at our friends’ in Winterberg. January was quite stressful as we spent a lot of time unsuccessfully looking at flats in Münster (Münster is well-known for its shortage of affordable housing). We later decided to look in Recklinghausen instead and, by a stroke of luck, found a gorgeous flat near the railway station. The other people who live in the building are amazing and wonderful neighbours who can always be relied upon. It is important to know who you live with and I am glad that these people have become part of my life.

I also travelled to England to my Aunt and Uncle’s silver wedding anniversary. I got to see my little brother again, and was reunited with family I hadn’t seen for over 10 years.

In March, I ran my first “Strong Viking” together with Team Hulk (Strong Viking is an obstacle course race). We moved into our new flat in April in the middle of my revision period for my final Abitur exams. Looking back, it wasn’t such a clever idea moving then but things worked out fine.  

I managed to finish my schooling with far better results than I ever could have dreamed of, and got to make a short speech together with a friend at my prom. I ran my second Tough Mudder together with Ricardo and Team Hulk, we also worked as volunteers for Tough Mudder.

I once read that is important to have a home away from home, a place that you can go to, when you just want to leave the house. I found this place in new cafe that recently opened in Recklinghausen, and it has become one of my favorite places.

My family came to visit over the summer, and it was fun travelling to Bamberg with my brother. 

I did a 3-month internship in Münster, and although old demons came up again, I managed to finish it successfully and apply to design school. I visited the “documenta” in Kassel and the Sculpture Projects in Münster.

I had the privilege of working for “Feeding the 5000” and made the postcards and t-shirts for the event day. I even had my work presented in an exhibition in Münster.

I stared writing this blog, which was a huge step as had been planning to write a blog for a while. Many people might find it odd to publish so much online, but I have had so much positive feedback. It fulfills me to make posts and publish them online eventhough it is so much more time consuming than I expected!

Rico started his dream job in the zoo.

In October, I started studying design and met many amazing people. I finally feel like I have arrived at the right place. I also finally managed to finish the whole Inktober challenge, which you can see here.

Rico and I adopted two gerbils (Milka and Merci) from a friend who moved to Jena, and we adopted a corn snake (Artemisss) from the zoo that Rico works at. No, they do not live together.

The year ended in Winterberg with the same friends it started with. I am very grateful to have these friends in my life. Rico and I spent the last days of 2017 learning to snowboard, which was fun but exhausting.

Although I had many struggles this year, looking back, I realize that everything I wanted to achieve this year has come true. The biggest aims for the last year were to finish school and to start studying design.

 

This year, I learned many important life lessons. I realised how important it is to be grateful for the things we have, and that sometimes people will dislike you, no matter how hard you try to be nice to them. And most importantly, I realised that it sometimes takes a lot of patience and lots, if little, steps to achieve the goals you aim to achieve.

Since starting university, my drawing has changed considerably. I would say that my technique has improved a little, but my confidence has improved a lot. I am looking forward to a year of improvement and making new memories.

I only have two New Year’s resolutions this year: to relax a little and to sleep more. I am in no rush to get everything I want to get done, all I want is to enjoy the journey. I hope that my readers will come together on this journey with me.

 

And on that note, I wish you all a very happy new year!

 

Edit: about two days after first posting this post, Rico and I broke up. Suddenly everything changed. It was all very sudden and expected, but I am still ready for everything this year has in store for me.

 

 

 

2017

Jedes Jahr schickt mein Vater mit seinen Weihnachtskarten eine Zusammenfassung von Ereignissen, die im Jahr passiert sind. Manchmal fragt er mich, wo mein Brief doch sei. Ein Teil von mir findet so einen Brief lächerlich, da ich oft genug gehört habe, wie andere diesen Brief als Selbstdarstellungsbrief beschreiben. Was er auch irgendwie ist. Aber ich finde es auch immer spannend, diesen Brief zu lesen. Ich glaube, es ist menschlich, uns für die Leben von anderen zu interessieren.

Also, hier ist es mein Überblick von 2017.

Das Jahr begann in Winterberg bei Freunden. Januar war ziemlich Fressgelagen, weil wir sehr lange ohne Erfolg nach einer Wohnung in Münster gesucht haben (Münster ist dafür bekannt, dass dort der Wohnungsmarkt schwierig ist). Später haben wir uns umentschieden und haben in Recklinghausen weitergesucht und hatten das Glück in der Nähe des Hauptbahnhofs, eine schöne Wohnung zu finden. Die anderen, die im Haus leben, sind wundervolle Nachbarn und tolle Menschen, auf die man sich immer verlassen kann. Es ist so wichtig zu wissen, mit wem man zusammen lebt und ich bin wirklich froh, diese Menschen kennengelernt zu haben.

Ich bin auch zur Silberhochzeit meiner Tante und Onkel nach England gereist. Dort habe ich meinen kleinen Bruder wieder getroffen und Familie wiedergesehen, die ich 10 Jahre nicht gesehen hatte.

In März bin ich zusammen mit Team Hulk meinen ersten Strong Viking gelaufen (Strong Viking ist ein Hindernislauf). Wir zogen im April mitten in meiner Lernzeit für mein Abitur in unsere neue Wohnung, was im Nachhinein betrachtet ein Fehler war, aber alles lief trotzdem sehr gut.

Ich habe es geschafft, mein Abitur zu machen und habe einen viel besseren Schnitt erreicht als erwartet. Am Abiturball habe ich zusammen mit einer Freundin eine kurze Rede gehalten. Ich lief meinen zweiten Tough Mudder mit Team Hulk und Rico und ich haben als Freiwillige für Tough Mudder gearbeitet.

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es wichtig ist einen Rückzugsort außerhalb vom Zuhause zu haben, wohin man sich zurückziehen kann, wenn man mal nicht zuhause sein möchte. Ich habe diesen Ort in einem Café in Recklinghausen gefunden.

Meine Familie hat mich im Sommer besucht. Es hat Spaß gemacht mit meinem Bruder nach Bamberg zu reisen. 

Ich habe ein 3-monatiges Praktikum in Münster gemacht und, obwohl alte Schwierigkeiten wieder hochgekommen sind, lief alles gut und ich habe mich an der Designschule beworben und wurde angenommen. Ich habe die „documenta“ in Kassel besucht und die Skulpturen Projekte in Münster.

Ich hatte das Privileg bei „Feeding the 5000“ mitarbeiten zu dürfen und habe Postkarten und T-Shirts für den Tag gestaltet. Ich durfte sogar meine Arbeit in einer Ausstellung in Münster zeigen.

Ich habe angefangen, diesen Blog zu schreiben. Das war ein riesiger Schritt, da ich es schon seit Ewigkeiten machen wollte. Viele finden es vielleicht merkwürdig, das ich so viel online präsentiere aber ich habe so viele positive Rückmeldungen deshalb bekommen, dass es es wahnsinnig toll finde, dafür zu schreiben, obwohl es so viel zeitaufwendiger ist, als erwartet.

Rico hat seinen Traumjob im Zoo bekommen.

Im Oktober habe ich endlich angefangen, Design zu studieren und habe viele tolle Personen kennengelernt. Ich habe es auch geschafft, Inktober einen ganzen Monat durchzuziehen.

Rico und ich haben zwei Rennmäuse (Milka und Merci) von einer Freundin übernommen, die nach Jena gezogen ist. Wir haben auch ein Kornnatter (Artemisss) vom Zoo adoptiert. Nein, sie leben nicht zusammen.

Das Jahr ging in Winterberg zu Ende mit den gleichen Freundinnen, mit denen wir ins Jahr gekommen sind. Rico und ich haben das Jahr damit beendet, Snowboard zu lernen, was viel Spaß gemacht hat aber auch wahnsinnig anstrengend war.

Obwohl es in diesem Jahr viele Schwierigkeiten gab, wenn ich zurück schaue, habe ich das alles erreicht, was ich erreichen wollte. Die größten Ziele waren, mein Abitur zu bekommen und mit dem Studium anzufangen.

Im Jahr 2017 habe ich ein paar wichtige Lebensweisheiten gelernt.

  1. Wie wichtig es ist, für alles dankbar zu sein, was gut gelaufen ist.
  2. Dass man manchen Menschen niemals gefallen wird, egal was man tut, um ihnen zu gefallen.
  3. Um große Ziele zu erreichen, braucht es viele kleine Schritte und vor allem Geduld.

 

Seitdem ich mit dem Studium angefangen habe, sind meine Zeichnungen viel besser geworden. Ich würde sagen, dass meine Technik sich nur ein wenig verbessert hat. Vor allem bin ich selbstsicherer geworden. Ich freue mich auf das kommende Jahr und die Herausforderungen, die mir bevorstehen.

Ich habe dieses Jahr nur zwei Vorsätze und zwar, mich mehr zu entspannen und länger zu schlafen.

Ich bin in keiner Eile, die Sachen zu erreichen, die ich erreichen will, und möchte vor allem die Reise genießen.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!

 

Edit: Ungefähr zwei Tage nachdem ich diesen Beitrag das erste Mal veröffentlicht habe, haben Rico und ich uns getrennt. Jetzt ändert sich alles für mich. Es war alles sehr unerwartet und plötzlich, ich bin jedoch trotzdem gespannt darauf was mich in diesem Jahr erwartet.

Ramblings

Journal
Nachbarn3

Collages made with photos out of various old magazines.

Vor einen paar Wochen habe ich mich mit der Künstlerin Pia Janssen und ein paar ihrer Kollegen getroffen um an einem kleinen Schreibworkshop teilzunehmen. Wir hatten 5 Minuten Zeit, über einen Begriff zu schreiben, der von den anderen Teilnehmern in den Raum geworfen wurde. Ich was positiv überrascht wie gut meine Texte waren, die dabei entstanden sind. Da wir nur so wenig Zeit zur Verfügung hatten, gab es auch keine Möglichkeit Gedanken zu den Themen zu einer inneren Zensur zu unterwerfen, deshalb sind die kurzen Texte sehr persönlich geworden.

A few weeks ago I met with the artist Pia Janssen and a few of her colleges to take part in a small writing workshop. We were given 5 minutes and a word to write about. Unfortunately, many of these words that are very difficult to translate into English. I will still do my best, though, to translate my 5-minute ramblings for you, because I think the outcome is quite good. The texts are very raw. When you only have 5 minutes to write you don’t have time to censor your thoughts.

 

Ausbruch

Aufbruch

Aufbruchstimmung. Eine Zeit hinter sich lassen. Eine neue Ära beginnt. Viele haben diese Reise hinter sich, mehr oder weniger gleich, mehr oder weniger anders. Was lassen wir liegen, was nehmen wir mit? Warme Gedanken von Freundschaften und Begegnungen, kalte klamme Furcht vor dem Neuen, was vor uns liegt. Aber gleichzeitig auch die Hoffnung aus dieser Erfahrung reicher zu werden, reicher an eigene Geschichten und den Geschichten von anderen, die einen berühren. Vorher kommt das Herzklopfen, lange, wache Nächte, aber wenn es zum Aufbruch kommt, bedeutet das Funktionieren, und mit neugierigen, offen Augen, dem begegnen, was auf uns zukommt.

 

Aufbruch means departure or awakening, the start of something new.

Departure. To leave something behind you. A new era begins. Many others have already taken this path, in the same way, differently. What can I leave here, what should I take with me? Warm thoughts of friendship and encounters, cold clammy fear of the new things that lie ahead. But at the same time the hope that we will get richer through this experience, richer with new personal stories and stories that we have heard from others. Before we leave, the loud heartbeat in our ears, long nights, unable to sleep, but when it’s time to leave it means we must perform and face what is coming towards us with wide-open curious eyes.

 

Elite3

Elite

„Ihr seid die Elite, die Profis von morgen, die Politiker und Naturwissenschaftler, Künstler und Dichter, die unsere Welt verändern werden.“

Ich schaue mich um und frage mich, wie ich es geschafft habe, hier dazu zu gehören. Ich? Noch so klein aber schon Teil dieser „großartigen“ Elite? Unter unserer Kuppel waren wir die Zukunft. Jeden Morgen in der Kapelle, mit kalten Händen und den Augen noch mit Schlaf gefüllt wurde uns dieses immer wieder gesagt. Immer, wenn wir scheiterten, haben sie uns daran erinnert, dass wir nur Elite bleiben würden, wenn wir perfekt sind. Nicht nur perfekt, sondern wie ein ungeschliffener Diamant. Sogar unsere Macken müssen eindrucksvoll sein, Teile der Show, Teile unserer perfekten Masken.

Als ich mich entschied, die Elite zu verlassen, wurde die Welt plötzlich bunt. Warum habe ich mich so lange in so einer kleinen von der Welt abgeschlossenen Gruppe unwohl gefühlt, wenn die wahre Elite die wenigen sind, die diese Wahl nicht selbst getroffen haben.

 

“You are the elite, tomorrow’s professionals, politicians and scientists, artists and poets that will change the world as we know it.”

I look around and ask myself how I managed it to get here and belong to all this. Such a small person am I and already part of the elite. Under our dome, we were the future. They told us so every morning in chapel, when our hands were cold and our eyes still filled with sleep. When we failed, we were reminded that we would only stay elite if we were perfect. Not just perfect but even our flaws would have to be awesome, part of our mask part of the show, like an unpolished diamond.

When I decided to leave the elite, the world suddenly became colourful. Why had I decided to stay in such a closed off group and be unhappy, when the real elite are people, who had not decide to be it themselves?

 

Blaulicht3

Blaulicht

Blaulicht, Sirenen, ich stehe an der Ampel in einem Auto, das nicht mir gehört und weiß nicht, in welche Richtung ich mich bewegen soll. Panik. Immer diese Panik. Was ist, wenn ich der Grund bin, weshalb der Krankenwagen zu spät kommt und deshalb jemand stirbt?

Mein Herz schlägt laut in meinen Ohren, die Hände sind klamm. Erinnerungen überwältigen mich.

Von Blaulicht geweckt. Vor der Tür die Polizei, unten im Haus Geschrei. Müde, schleiche ich in den Gang entlang, meine nackten Füße auf kalten Boden. Ich schaue die Treppe runter. Der, der gestern neu reingebracht wurde (ich weiß seinen Namen nicht) und noch mit keinem gesprochen hatte, wird von zwei Polizisten festgehalten während er gegen sie ankämpft. Unten am Fuß der steilen Treppe die Nachtaufsicht, eine Erzieherin hält sie im Arm. Sie weint. Die Erzieherin sieht mich oben an der Treppe stehen und deutet mit ihrem Kopf, das ich gehen soll. Ich weiß bis heute nicht, was in dieser Nacht passiert ist.

 

Blaulicht – the word Germans use to describe the emergency lights on police cars and ambulances.

Flashing lights, sirens. I am standing at the traffic lights in a car that does not belong to me and don’t know in which direction I am supposed to move. Panic. Always panic. What happens if I am the reason what the ambulance comes too late and someone dies?

My heartbeat loud in my ears, my hands shaking at the steering wheel. Memories overcome me.

Blue light woke me. The police were in front of our door. I crept down the hall, my naked feet on the cold floor. I looked down the stairs. He, I don’t know his name, he joined us yesterday and hasn’t yet talked with anyone, is being restrained by two police officers while he is fighting against them.

At the bottom of the stairs our night worker, our housemistress holding her in her arms. She looked up at me and signified that I should go back to my room. To this day I don’t know what happened that night.

 

 

Heimat3

Heimat

The road is home. Oder doch nicht? Heimat beschreibt viel mehr als nur den Ort, an dem man lebt. Es beschreibt ein Gefühl, Zugehörigkeit, Sicherheit, wie eine warme Decke, unter der man sich nach einer langen Reise verkriechen kann. Heimat ist Kultur, aber vor allem ist es verstehen. In der Heimat verstehe ich die anderen und sie verstehen mich. Meine Sprache, meine Werte, meine Bewegungen und Absichten. Ohne Heimat ist man nackt, sticht aus der Gruppe heraus, ist aber trotzdem unsichtbar. Man traut sich zu wenig oder auch zu viel, es bleiben viele Fragen offen. Die Heimat ändern ist, als wäre man untreu geworden, aber ein Teil von mir ist noch woanders! Kann man mehr als eine Heimat haben, oder kann die Heimat auch das ungewissen Gefühl sein, dass man manchmal an neuen Orten mit neuen Menschen hat?

 

Heimat- is word that implies more than home although it is often translated as such. It means belonging or being native to a place.

The road is home. Or not? Home is a lot more than the place where you live. It describes the almost indescribable feeling of belonging, safety and the feeling of crawling under a warm blanket after a long journey.  Home in culture but more than anything it is understanding. At home, I understand the others and they understand me. My language, my values, my movements and my intentions. Without home, we are naked, we stand out from the crowd but are still invisible. We dare to do less but sometime dare too much, there are so many unanswered questions. When your home changes, it is a little like cheating on a loved one, a part of me is still elsewhere. Can we have more than one home, or can home even be that odd feeling you have when you arrive somewhere new and meet new people?

 

Nachbarn3

Nachbarn

Die erste richtige gemeinsame Wohnung. Das eine Zimmer, das wir vorher hatten, konnte man ja wirklich nicht als solche bezeichnen. Drei Zimmer ist groß genug zum Feiern, also luden wir alle ein, auch die Nachbarn, die wir bis dahin nur flüchtig im Flur gesehen hatten. Obwohl die Feier der reinste Absturz war, mit Erbrochenem in der Badewanne und der Polizei an der Tür, hat sie uns zusammengebracht.

Jetzt haben wir eine Hausgemeinschaft. Wir treffen uns mindestens einmal in der Woche, gehen feiern, reden über unsere Sorgen, die eh schon alle kennen, weil die Wände so dünn sind, das alle das wöchentliche Telefonat mit Mutti mitbekommen. Wir haben richtigen Anschluss gefunden, die anderen auch. Vor unserer Feier kannten sich die anderen gegenseitig auch nicht. Aber warum? Wir wohnen nebeneinander, untereinander, hören wie die anderen duschen und hin und wieder einen Gast, den sie zum Übernachten dahaben. Wir wissen doch eh schon so viel voneinander, nur die Menschen kennen wir nicht. Nach dem Feiern gehen wir gemeinsam nach Hause und wie in alten Fernsehserien wünschen wir uns gegenseitig im Treppenhaus gute Nacht. Gespiegelt in den dunklen Fenstern des gegenüberliegenden Hauses sieht man dann, wie die Lichter nacheinander erlöschen und unser gesamtes Haus schlafen geht.

 

The first real flat together. The one room we share before couldn’t really be described as a flat. Three rooms are big enough to celebrate, so we invited everyone including our neighbours who we had previously only seen in the corridor outside our flat. Even though the party was a sheer disaster, with vomit in the bath and the police at the front door, it brought us together.

Now we have a house community. We meet once a week, go clubbing, talk about our problems, which are public knowledge anyway because the walls are so thin that everyone can hear the weekly phone call with mum.

We have found a real connection, so have the others. Before the party they didn’t know each other either. But why? We live next to each other, under each other, hear how the others shower and when they have a guest over to stay the night occasionally. We know so much about each other, we just don’t know the other person. When we get home after a night out, we say good night in the stairwell like in old tv series. Mirrored in the windows of the house on the opposite side of the road, you can see how our lights go out, one after another as our entire house goes to bed.

 

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Art, Journal, Reflections, Sketchbook

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When I flick through an old sketchbook, I am always surprised by how well I can remember the circumstances while I was drawing the pictures. Here is my old sketchbook from this year which I didn’t consistently use but has many very different memories concealed in it.

Wenn ich durch ein altes Skizzenbuch blätter, überrascht es mich jedes Mal, wie gut ich mich an die Situationen erinnern kann, in der ich die Zeichnung gemacht habe. In diesem Beitrag möchte ich mein Skizzenbuch von diesem Jahr vorstellen. Ich habe nicht viel darin gearbeitet aber irgendwie ist es doch voll geworden, angefangen habe ich ungefähr im Dezember 2016.

 

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Drawn for Christmas 2016 after watching a documentary about Escher. I had been trying to come up with an idea for Christmas card.

Weihnachten 2016, nachdem ich eine Dokumentation über MC Escher geschaut habe. Es war eigentlich eine Idee für eine Weihnachstkarte, die ich allerdings schnell aufgab, da sie zu kompliziert war und die Umsetzung nicht gelungen war.

 

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I drew the duck when I had the sketchbook very new, the drawing on the left was a face study from Instagram. I never finished the duck because I felt like I had messed it up and I felt like the subject was boring.

Die Ente war eine meiner ersten Zeichnungen. Die Zeichnung auf der linken Seite war eine der letzten von einer Fotovorlage in Instagram. Ich habe die Ente nie fertiggestellt, weil ich das Gefühl hatte, es würde nicht richtig funktionieren und das Bild hat mich gelangweilt.

 

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New Year’s 2017, in a friend’s house in the mountains we would spend the evenings burning sugar over mulled wine waiting for it to snow outside.

 Sylvester 2017, gezeichnet in der Ferienwohnung von Freunden in den Bergen in Winterberg. Wir haben abends zusammen Traumfeuer gemacht, während wir darauf gewartet haben, dass es endlich anfängt zu schneien. 

 

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The birds house outside my friend’s house in the mountains. I only had my ink pens and my highlighters with me and remember being annoyed that I had somehow managed to draw it upside down.

Das Vogelhaus vor der Wohnung in Winterberg. Ich hatte nur Tuschestifte und Textmarker dabei und kann mich noch daran erinnern, wie sehr es mich irritiert hat, dass das Bild im Buch auf dem Kopf steht.

 

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I went to see the Happy film with my grandparents. I drew this afterwards of Stefan Sagmeister in a bunny costume. We watched it in a tiny cinema with only two rows. My granddad fell asleep during the film.

Ich bin mit meinen Großeltern gemeinsam ins Kino gegangen, um mit ihnen “The Happy Film” von Stefan Sagmeister zu schauen. Danach habe ich Sagmeister im Hasenkostüm gezeichnet. Wir haben den Film in einem sehr kleinen Kino geguckt, das ungefähr 2 Reihen hatte und mehr nicht. Mein Opa ist während des Films eingeschlafen.

 

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One of the first times I attempted to draw a face without sketching everything out with pencil first. I remember being very proud of this drawing because it turned out much better than I had expected.

Eins der ersten Male, wo ich versucht habe, ein Gesicht zu zeichnen, ohne vorher mit Bleistift vorzuzeichnen. Ich war damals sehr stolz auf diese Zeichnung, weil sie viel besser geworden war, als ich erwartet hatte.

 

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I remember making this in the middle of my revision period for my final Abitur exams. I had been running on a lot of coffee and my uncle had brought me an espresso maker and the strongest espresso I had ever tasted.

Diese Zeichnung entstand mitten in meiner Abi-Lernphase. Ich hatte von meinem Onkel eine Espressokanne geschenkt bekommen und hatte viel zu viel von dem pervers starken Kaffee konsumiert, den er dazu mitgebracht hatte.

 

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It was tulip time when we moved into the new flat, I would buy flowers and place them around the almost empty rooms to bring a little colour into the place.

Es war Tulpenzeit als wir in die neue Wohnung zogen. Um die leeren Räume etwas zu verschönern habe ich damals roten Tulpen gekauft und in den Räumen in leeren Weinflaschen aufgestellt.

 

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This was a drawing Wulfric and I found inside a geocache in Bamberg. The geocache was hidden inside a crumbling wall and was quite a large Tupperware box wrapped in a plastic bag. In exchange we left a coupon for the local bakery.

Diese Zeichnung haben Wulfric und ich in Bamberg in einem Geocache gefunden. Der Geocache war in einer alten Mauer versteckt und bestand aus einer großen, in Plastik eingepackten Tupperdose. Wir haben die Tupperdose gegen eine volle Stempelkarte der lokalen Bäckerei ausgetauscht.

 

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My brother and I were visiting my Uncle in Bamberg and Wulfric tried to teach me how to draw a clock with correct perspective. It was very frustrating for me which resulted in me grumpily giving up and realising that I really must work on my perspective drawing, I still do.

Mein Bruder und ich waren meinen Onkel in Bamberg besuchen und Wulfric hat versucht, mir beizubringen, wie man eine perspektivisch richtige Uhr zeichnet. Ich habe immer wieder versagt, was dazu führte, dass ich irgendwann trotzig aufgab. An der Perspektive muss ich noch so oder so arbeiten.

 

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My uncles living room, drawn while watching the film “Bird man”, and a receipt for pizza.

Das Wohnzimmer meines Onkels gezeichnet, während wir den Film „Bird man“ geguckt haben. 

 

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I tried to copy this postcard on the train journey from Bamberg to Recklinghausen on the day that I would pick up my final exam results and realise that school was finally over. While I was drawing a young girl kept looking over my shoulder which irritated me a lot.

Ich habe versucht, die Postkarte im Zug auf dem Weg nach Hause abzuzeichnen. Ich war super nervös, weil alle meine Anschlüsse schlecht waren und ich sofort zur Schule fahren musste, um meine Abiturergebnisse abzuholen. Während ich gezeichnet habe, hat ein kleines Mädchen immer wieder über meine Schulter geschaut.

 

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I wanted to go to the bird greenhouse in the park to draw the birds there, but it was raining. I used a photo I had made of a parrot there last year as a reference instead.

Ich wollte eigentlich im Recklinghäuser Tierpark Vögel zeichnen aber das Wetter war an dem Tag grauenhaft also habe ich eine Vorlage benutzt, die ich im vorherigen Sommer dort gemacht hatte.

 

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Using a photograph as a reference I drew/painted the Japanese cherry tree that stands in my grandma’s garden. It was summer when I made this though, I had just moved in with my aunt for 3 months to do my internship in Münster.

Mit einem Foto als Vorlage habe ich die japanischen Kirsche im Garten meiner Großeltern gemalt. Damals habe ich für mein Praktikum 3 Monate lang in Münster gelebt.

 

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On the left a sun umbrella from when Rico and I visited the Haag spontaneously. We went swimming in the sea as the sun disappeared under the horizon. We ran in and out of the cold water screaming. I got a cold afterwards, but it was one of the most amazing nights of my life. On the right a candle in a whiskey bottle from drink and draw.

Auf der linken Seite einen Sonnenschirm als Rico und ich spontan nach den Haag gefahren sind. Wir waren im Meer schwimmen, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand. Wir rannten immer wieder schreiend ins kalte Meer hinein und wieder raus. Ich habe mich später erkältet aber es war eine der schönsten Nächte meines Lebens. Auf der rechten Seite ist eine Kerze von den Tischen bei „Bier und Papier“ in Münster.

 

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Watercolour sketch from our evening in the Haag.

Aquarell Skizze von dem Abend in den Haag.

 

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Cherry time. The summer had so many cherries, paper bags full of them. I tried using my watercolours that my uncle had given to me for my birthday. Water colours scare me because you can’t erase them once you have used them, and can’t cover them up.

Der Sommer voller Kirschen, Papiertüten voll davon. Ich habe ein bisschen mit den neuen Aquarellfarben, die mein Onkel mir geschenkt hat, experimentiert. Wasserfarben sind ein Medium, das ich selten benutzte, weil ich es schwierig finde, dass ich nichts ändern oder übermalen kann.

 

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I drew this face as the title picture to one of my blogposts. I drew it on a quiet day during my internship.

Ich habe dieses Gesicht als in Titelbild für eine von meinen Blogposts gezeichnet.

 

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Drawings of faces, from my night of drawing faces, I felt very experimental but was very unsure at the same time.

Gesichterzeichnungen, ich habe eine lange Nacht lang nur Geschichte gezeichnet, ich wollte ein wenig experimentieren.

 

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I drew the lampshade when I went to “drink and draw” and no one else turned up, the drawing on the left was when I decided to try drawing faces more often from a reference on Instagram.

Ich zeichnete diese Lampe an einem Abend, an dem ich die einzige Person bei „Bier und Papier“ war. Die Zeichnung auf der linken Seite ist entstanden, als ich versucht hatte häufiger Gesichter zu zeichnen.

 

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I spent the whole night drawing at my aunt’s place. These were the last two drawings of the night/morning and they turned out much better than any faces I had drawn before. I used selfies as references.

 Diese Gesichter waren die letzten beiden von der Nacht, in dem ich nur Gesichter gezeichnet habe. Sie sind viel besser geworden als erwartet. Ich hatte Selfies von meinem Handy als Vorlage benutzt.

 

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On the left, a drawing made during my lunch break during my internship. On the right, the very last thing I painted at school during an art lesson, that I cut out and stuck into the sketchbook with happy birthday washi tape.

Die Zeichnung auf der linken Seite entstand während meines Praktikums. Auf der rechten Seite mit Washitape in mein Skizzenbuch geklebt die letzte Arbeit, die ich in der Schule im Kunstunterricht gemacht habe.